Wie geht es jetzt mit der Regionalliga weiter?

Wie geht es nun mit der Regionalliga Südwest weiter? Wird die aktuelle Saison abgebrochen? Gibt es Auf- und Absteiger? Auf diese Fragen warten wir alle schon seit Monaten auf Antworten. Dazu wurden vier hessische Vereine vom Hessischen Rundfunk befragt. Wir zeigen euch die jeweiligen Statements der Geschäftsführer vom FSV Frankfurt, TSV Steinbach Haiger, FC Gießen und Kickers Offenbach über die Folgen eines Saisonabbruchs und was die beste Lösung für die jeweiligen Vereine wäre.

Patrick Spengler, Geschäftsführer vom FSV Frankfurt über die Folgen eines Saisonabbruchs: „Hier ist es sicherlich für den FSV Frankfurt leichter zu beantworten, als für andere Vereine, da wir momentan – und auch nach der Hinrundentabelle – auf einem Nicht-Abstiegsplatz stehen. Auch diese Lösung würden wir mitgehen, sofern wir dadurch für die Vereine der Regionalliga die ‚beste Lösung‘ erreichen könnten und die neue Saison angegangen werden könnte. Die neue Saison steht theoretisch schon vor der Tür. Je länger wir keine Lösung für die aktuelle Saison haben, umso schwieriger wird es, den Zeitplan für die neue Saison zu halten oder eine Grundlage für diese zu erarbeiten. Abschließend gilt es aber auch die Frage nach dem Hessenpokal zu klären. Dieses Finale bzw. der Sieg in diesem Finale wäre für den FSV Frankfurt ein sehr wichtiger Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden darf.

Die beste Lösung für den Fußballsportverein wäre laut Spengler: „Diese verschiedenen Lösungen, die momentan alle diskutiert werden, müssen bei den Vereinen entsprechend abgefragt werden. Jeder Verein hat hier seine eigene Ausgangslage, daher ist die ‚beste Lösung‘ immer subjektiv. Es wird, welche Lösung es auch immer geben wird, nicht die beste Lösung für alle Vereine sein. Man muss hier in der Gemeinschaft nach den Lösungen suchen, die für die Mehrheit aller Vereine das beste bedeutet. Wichtig ist hier nur, dass wir diese Lösung schnell finden sollten, auch wenn es die momentane Situation sicherlich nicht leicht macht, wenn es Woche für Woche zu einer neuen Ausgangslage aufgrund der Corona-Krise kommt. Als FSV Frankfurt stehen wir dazu, dass wir Fußball spielen wollen – aber nicht um jeden Preis.

Steinbach´s Geschäftsführer Mathhias Georg sagt dem hr: „Es ist in der aktuellen gesellschaftlichen Situation unsäglich, dass sich Vereine jeden Tag medial an Szenarien hinsichtlich des Fortgangs und vor allem der Wertung der Saison beteiligen. Es ist im Grunde ganz einfach: Sobald wir wieder ohne gesundheitliche Risiken den Trainings- und Spielbetrieb aufnehmen können, werden wir das umgehend tun. Der Fußball darf hier keine Sonderrolle einnehmen. Dass Geisterspiele in der Regionalliga finanziell nicht stemmbar sind, liegt ohnehin auf der Hand.“  Über die Folgen: „In erster Linie eine sportliche Enttäuschung, da wir in Liga und Pokal aussichtsreich im Rennen liegen. Wenn dies jedoch für den Verband und die Mehrzahl der Clubs der letzte Ausweg ist, werden wir eine solche Entscheidung respektieren.

Der Geschäftsführer vom FC Gießen, Markus Haupt, erwähnt: „Bei einem Saisonabbruch haben wir Planungssicherheit für die laufende Saison.“ Die beste Lösung wäre: „Aktuell sehen wir eine sofortige Beendigung der Saison als beste Lösung an. Saarbrücken sollte aufsteigen und es keine Absteiger geben.

Die beste Lösung des Offenbacher Geschäftsführer´s Thomas Sobotzik: „Die beste Lösung ist die Saison sportlich bis zum 30.06.2020 zu Ende zu spielen.“ Über den Saisonabbruch: „Die entscheidende Frage ist mit welchen sportlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen ein Saisonabbruch verbunden wäre. So pauschal lässt sich dies nicht beantworten.“

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