Rot-Weiß Koblenz steht im Rheinlandpokal-Halbfinale

© Rot-Weiss Koblenz

Diese Partie war der erste richtige Härtetest für die neuformierte Mannschaft des FC Rot-Weiß Koblenz – und sie hat ihn bestanden. In der für jede Auswärtsmannschaft wahrlich nicht einfachen Atmosphäre des Trierer Moselstadions setzte sich der Regionalligist mit 2:0 (0:0) gegen den SV Eintracht Trier durch und steht somit im Halbfinale des Rheinlandpokals 2020/21. „Hier musste du erst einmal gewinnen“, zeigte sich Trainer Heiner Backhaus zufrieden mit seinem Team, in dem immerhin fünf Neuzugänge in der Anfangself standen. Deutliche Fortschritte in Sachen Abstimmung sind unverkennbar.

So war Koblenz in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Tore fielen allerdings zunächst nicht vor den Augen von 500 Zuschauern. Das hätte zum Beispiel in der fünften Minute Iosif Maroudis ändern können, der zum Abschluss einer sehenswerten Kombination über Osman Atilgan und Dylan Esmel aus der zweiten Reihe knapp verzog. Die eingangs fahrigen Trierer fanden sich mit zunehmender Spielzeit besser zurecht. Leonel Brodersen (11.) und Tim Brandscheid (44.) verbreiteten Gefahr vor Baboucarr Gayé. Der Rot-Weiß-Schlussmann sah nach der Pause noch mehr Bälle auf sich zukommen. „Trier hat uns zwischen den Minuten 45 und 60 ganz schön gefordert“, sagte Backhaus zur stärksten Phase der Gastgeber unter anderem mit einer gefährlichen Flanke von Ömer Kahyaoglu, die Felix Fischer knapp verpasste (57.). Zu diesem Zeitpunkt deutete nicht viel auf einen RWK-Treffer hin, er fiel trotzdem. Alexis Weidenbach stellte nach einem Eckstoß Quentin Fouleys seine Stärke im Luftkampf unter Beweis und ließ sein Team jubeln (60.). Auch in der Verteidigung ist auf Weidenbach Verlass – gesehen in Minute 67. Gayé war kurzzeitig außer Position, Tim Brandscheid versuchte mit einem Pass in die Mitte die Gunst der Stunde zu nutzen, wo er Kahyaoglu fand. Triers Mann aus dem linken Mittelfeldmann sah viel Tornetz vor sich, aber eben auch Weidenbach, und genau der klärte den Ball mit dem Fuß in höchster Gefahr.

Den Rot-Weißen boten sich danach einige Kontergelegenheiten. Der eingewechselte Henri Jon Crosthwaite sowie Quentin Fouley verpassten zunächst noch Treffer Nummer zwei und somit die Vorentscheidung. Als Crosthwaite im Zweikampf mit Eintracht-Keeper Dennis Wieszolek dann aber zu Fall kam und Schiedsrichter Philipp Michels auf Strafstoß entschied, ließ sich Fouley die Chance nicht entgehen. Vier Minuten später war die Begegnung beendet.

Trier: Wieszolek – R. Garnier (44. Kaluanga), Thayaparan, van Schaik, Sinner – Fischer (81. Amberg) – Brodersen (68. Sinanovic), Roth, König (68. T. Garnier), Kahyaoglu – Brandscheid.
Koblenz: Gayé – Ceylan, Samoura, Weidenbach, Ghandour, Stojanovic – Maroudis (75. Crosthwaite), Spang, Fouley – Atilgan (60. Buckesfeld), Esmel.
Schiedsrichter: Philipp Michels (Lissendorf).
Zuschauer: 500.
Tore: 0:1 Alexis Weidenbach (60.), 0:2 Quentin Fouley (89., Foulelfmeter).

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