RWK holt in Homburg nicht eingeplanten Punkt, aber drei waren möglich

Die Koblenzer hatten den Favoriten am Rande der Niederlage. Aber kurz vor Schluss ging Homburgs Kapitän Daniel di Gregorio (rechts, hier im Kopfballduell mit Danny Breitfelder) die von Jakob Lemmer erzielte RWK-Führung aus.

Der FC Rot-Weiss Koblenz hat am Samstagnachmittag an seine starke Leistung aus dem Nachholspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach unter der Woche (4:1) nahtlos angeknüpft.

Beim zuletzt so formstarken FC Homburg holte die „Elf vom Deutschen Eck“ ein 1:1 (1:0)-Unentschieden. Es wäre mehr drin gewesen, denn Rot-Weiss zeigte im Saarland eine klasse Leistung und lag lange Zeit in Führung. „Wir freuen uns natürlich über den Punkt, aber nach dem Spielverlauf haben wir eher zwei Zähler verloren“, sagte FC-Trainer Heiner Backhaus nach der Begegnung vor 684 Zuschauern im Homburger Waldstadion.

Nach dem Koblenzer 4:0-Erfolg im Hinspiel erwartete man einen stürmischen Gastgeber, der auf Widergutmachung aus sein dürfte. Die Partie verlief aber anders. Koblenz war die bessere Mannschaft, agierte vor allem gegen den Ball prima. Einzig die Genauigkeit im Spiel nach vorne fehlte, sodass die Gäste aus ihrer Überlegenheit nicht richtig Kapital schlugen. Gleichzeitig waren die Saarländer diesmal nicht in der Lage, an ihre in den vergangenen Wochen so häufig gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten das Homburger Spiel. Die ersten nennenswerten Abschlüsse gehörten der Backhaus-Elf. Danny Breitfelder verfehlte nach einer Viertelstunde das FCH-Tor, zwei Minuten später klärte Homburgs Schlussmann Krystian Wozniak den Distanzschuss von Quentin Fouley mit den Fäusten. In der 21. Minute versuchte es Fouleys Nebenmann auf der Sechserposition, Christopher Spang, aber auch er verzog knapp.
Timo Wenzel, der Coach der Einheimischen, wechselte gegen Mitte der ersten Hälfte die Flügelpositionen. Loris Weiß ging von rechts nach links und tauschte mit Markus Mendler. In dieser Besetzung ging nun mehr über die Außen. Weiß flankte in der 25. Minute, aber Damjan Marceta konnte mit dem Rücken zum Tor stehend den Ball nicht verarbeiten und wurde von Dominic Duncan geblockt. Danach zeigte Mendler, warum er zu den besten Spielern der Liga gehört. Er machte gehörig Betrieb auf dem rechten Flügel, befand bei der Rot-Weiss-Deckung aber in guten Händen. In der 32. Minute hatte der Ex-Saarbrückener sein 13. Saisontor auf dem Fuß. Seinem Schuss aus dem Koblenzer Strafraum fehlte die Präzision.

Kurz darauf gingen die Gäste durch Jakob Lemmer in Führung. Über die rechte Seite kombinierte sich Rot-Weiss in den 16-Meter-Raum, Alexis Weidenbach legte schließlich quer und Lemmer staubte ab (36.). Aufgrund der engagierten Vorstellung lag die Backhaus-Elf zum Kabinengang nicht unverdient in Führung.

Auch danach hielt Koblenz sein Level. Es ergaben sich einige gute Kontermöglichkeiten, bei denen das 0:2 in der Luft lag. Minute 56: Ali Ceylan flankte von rechts, Breitfelder kam zum Abschluss und Wozniak verhinderte mit einer Flugparade den zweiten Koblenzer Jubel des Nachmittags. Minute 64: Duncan setzte sich zielstrebig durch, aber Lemmer hatte nicht mit dem Querpass des aufgerückten Innenverteidigers gerechnet. Minute 68: Diesmal trieb Lemmer das Spielgerät in Richtung des FCH-Kastens, doch Breitfelder konnte den Gegenstoß grätschend nicht erfolgreich zu Ende bringen.

Homburg überstand diese Phase mit einer Portion Glück und legte danach allmählich zu. Nun musste auch der lange Zeit wenig beschäftigte Baboucarr Gayé eingreifen. Der gambische Nationaltorhüter verhinderte gegen Tim Stegerer den Ausgleich (78.). Auch im Duell mit Serkan Göcer war Gayé per Fußabwehr auf dem Posten (86.). Der Koblenzer Dreier rückte näher, aber er sollte ausbleiben. Nach einer Hereingabe von Luca Plattenhardt schlug Homburg Kapital aus seiner Druckphase. Kapitän Daniel di Gregorio köpfte ein (86.). Die Elf von Timo Wenzel wollte mehr, während Backhaus versuchte, mit Wechseln den Rhythmus zu brechen. Nachdem Gayé die letzte Möglichkeit durch Mendler vereitelt hatte, war der Koblenzer Punktgewinn perfekt. „Wir hatten heute elf Spieler auf dem Platz, die unseren taktischen Plan super umgesetzt haben. Alle haben im Vollsprint großartige Laufarbeit geleistet“, lobte Backhaus sein Team.

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