Regionalliga Südwest: Vorschau auf den 30. Spieltag

Vorschau 30. Spieltag:

Topspiel am Samstag: Bahlinger SC will Spitzenreiter SV 07 Elversberg „ein bisschen ärgern

Wir wollen jetzt auch gegen die Großen unter Beweis stellen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben“, so BSC –Akteur Yannick Häringer, mit Blick auf den kommenden Dreierpack gegen die Aufstiegsaspiranten, wie auswärts am kommenden Samstag gegen den Tabellenführer SV 07 Elversberg (danach folgen Kickers Offenbach und der SSV Ulm). BSC-Coach Bührer formulierte den Arbeitsauftrag an seine Spieler so: „Die richtig großen Brocken ein bisschen ärgern.“ Mit nun 40 Punkten auf der Habenseite befinden sich die Südbadener auf dem siebten Tabellenplatz. Dem Bahlinger SC gelang es bislang noch nicht gegen den kommenden Gegner aus dem Saarland einen Dreier einzufahren. Fünf Siege und zwei Unentschieden lautet die Bilanz zugunsten der SVE. Gelingt den Bahlingern der erste Sieg gegen den aktuellen Spitzenreiter?

Verhindern will dies die favorisierte SV Elversberg. „Sie haben eine sehr gute Struktur, eine gute Laufbereitschaft und einen hohen kämpferischen Einsatz“, sagt SVE-Coach Horst Steffen über den kommenden Gegner aus Südbaden: „Ich gehe davon aus, dass das Spiel hart umkämpft wird, aber wir dürfen mit breiter Brust antreten. Wir müssen wieder unseren Beitrag leisten, damit das Spiel in unsere Richtung geht.“ Seit Dezember ungeschlagen und durch das 3:0 am vergangenen Wochenende mit dem vierten Sieg in Folge, ist die „Elv“ in bestechender Form und kassierte in den letzten fünf Begegnungen kein Gegentor. Folglich kletterte der Aufstiegsaspirant mit nun 57 Punkten auf dem Konto auf die heißumworbene Spitzenposition – der Vorsprung auf den zweitplatzierten SSV Ulm 1846 Fußball beträgt zwei Zähler. Die drei Punkte in der Hinrunde sicherten sich die Gastgeber durch einen knappen 1:0-Erfolg.

 

Gelingt Ulm der dritte Dreier in Serie gegen Kellerkind Schott Mainz?

Nach drei Niederlagen in Folge lauteten die jüngsten Ergebnisse der Ulmer „Spatzen“ wie folgt: 3:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 II und 1:0 im Nachholspiel unter der Woche gegen den FC-Astoria Walldorf. Somit befinden sich die Schwaben mit einer Punkteausbeute von 55 Zählern und einem Zwei-Punkte-Rückstand zur Tabellenspitze auf dem zweiten Rang. Gegen den TSV Schott Mainz soll nun der dritte Dreier in Folge gelingen. Die Gäste dagegen befinden sich in einem Formtief. Drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor bedeuten den letzten Platz mit 23 Zählern auf dem Konto – mittlerweile sieben Punkte fehlen zum rettenden Ufer. Das Hinspiel beider Kontrahenten endete denkbar knapp mit einem 1:0-Erfolg für den SSV.

 

Angenockte Mainzer zu Gast in Koblenz

2:3, 0:2, 0:2, 0:3 – Wochen zum Vergessen für die Mainzer-Bundesligareserve. Vier Niederlagen in Folge mussten die „Nullfünfer“ über sich ergehen lassen, in denen dreimal kein eigenes Tor gelang. Folglich rutschte der FSV mit nun 52 Zählern nach 28 Partien auf den fünften Rang ab. Der Rückstand auf die Tabellenspitze beträgt bereits fünf Punkte (bei einem Spiel mehr), weshalb ein Sieg am kommenden Wochenende dringend her muss. Trotz der verloren gegangenen Tabellenführung zeigt sich der Mainzer-Trainer mit der Entwicklung dieser Spielzeit sehr zufrieden: „Ich lasse gar nichts auf die Mannschaft kommen, wir haben uns die Saison in den letzten vier Wochen auf keinen Fall verspielt. Wir haben viele Spieler weiterentwickelt, haben die Spiele aber auch über das Kollektiv gestaltet. Das wollen wir wieder auf den Platz bekommen, unabhängig davon, ob wir in der Tabelle ein wenig abgerutscht sind.“ Den kommenden Gegner aus Koblenz beschreibt Bartosch Gaul wie folgt: „Koblenz ist ein, im positiv gemeinten Sinne, ekliger Gegner. In ihrem Stadion die Spiele zu gestalten, ist nicht einfach. In den meisten Fällen werden sie zwar von ihren Gegnern bespielt, dennoch kommen sie immer wieder zu gefährlichen Aktionen. Das kann über Konter oder Standardsituationen sein. Wenn sie den Ball gewinnen, verfügen sie über eine enorme Wucht und Power. Da ist eine klare Handschrift zu erkennen.“ Die „Elf vom deutschen Eck“ musste nach vier ungeschlagenen Partien am letzten Spieltag eine 1:2-Niederlage gegen den FC-Astoria Walldorf hinnehmen. Insgesamt 31 Punkte auf der Habenseite bedeuten zwar ein Platz im Mittelfeld (12. Rang), aber lediglich einen Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Beim Spiel nicht mitwirken dürfen die beiden RWK-Spieler Jakob Lemmer (Gelb-Rot) und Miroslav Kovacevic (rote Karte).

 

Nachbarschaftsduell in Sinsheim: „Hoffe Zwo“ bittet die Astoria zum Derby

Ein Duell zweier Kontrahenten, die sich lediglich 25 Kilometer voneinander trennen. Während der FC-Astoria Walldorf sich zum Hinspiel mit neun Zählern auf dem 15. Rang wiederfand, setzte sich die Bundesliga-Reserve der TSG Hoffenheim mit fünf Punkten mehr auf der Habenseite auf Rang acht der Tabelle ab. Nun zum Rückrundenspiel scheint sich die Ausgangslage gedreht zu haben. Während die Gastgeber aus Sinsheim sich auf dem 14. Tabellenplatz ansiedeln und aus 27 gespielten Partien insgesamt 30 Zähler aufweisen können, gelang dem FC-A der Turnaround: Dieser schaffte es auf Platz zehn des Tableaus zu klettern (vier Punkten mehr bei einem Spiel mehr). TSG-Coach Kai Herdling macht klar: „Wir wollen endlich drei Punkte holen. Natürlich wird das nicht einfach, weil Walldorf eine gute Runde spielt und zuletzt gegen die Top-Teams aus Offenbach und Ulm trotz knapper Niederlagen gut ausgesehen hat. Aber wir sind auch gut drauf.“ Bei beiden Mannschaften muss der Blick jedoch nach unten gerichtet werden, kämpfen beide um den Klassenerhalt in der Südweststaffel. Das Hinspiel endete mit einem furiosen 5:2-Sieg für die Gastgeber. Beide Mannschaften können nicht aus dem Vollen schöpfen: Andreas Schön (Gelbsperre) auf Seiten der Walldorfer und Maximilian Zaiser (Gelbsperre) auf Hoffenheimer Seite dürfen lediglich zuschauen.

 

TSV Steinbach Haiger in Großaspach gefordert

Geschlagen geben musste sich die SG Sonnenhof Großaspach am letzten Spieltag im Kellerduell gegen den FC Gießen (1:3), wodurch sich die Situation im Tabellenkeller aus Sicht der Gastgeber weiter verschärfte. Die formschwankende SGS steht mit 29 Zählern aus 28 Spielen auf dem 16. Rang und somit auf einem Abstiegsplatz. Lediglich ein Punkt fehlt den Schwaben zum rettenden Ufer. Seit elf Spielen in der Liga ungeschlagen ist der vierte der Liga, der TSV Steinbach Haiger (53 Punkte). Den Gästen fehlen lediglich vier Punkte bis zum ersten Rang, weshalb sich diese noch inmitten des Aufstiegsrennen für die dritte Liga befinden. Unter der Woche gelang der formstarken Mannschaft von TSV-Trainer Ersan Parlatan mit einem 2:0-Sieg über Stadtallendorf der Einzug in das Halbfinale des Hessenpokals. Nicht mitwirken am morgigen Samstag darf SGS-Akteur Jonas Brändle aufgrund einer Rotsperre.

 

Formschwache Aalener gegen den FSV Frankfurt zum Siegen verdammt

Die Wochen der Tristesse für den VfR Aalen scheinen weiterzugehen, verloren diese am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten aus Stuttgart mit 1:2. Folglich rutschte der VfR, dem seit November 2021 kein Sieg in der Liga mehr gelang, auf Rang 13 des Tableaus mit insgesamt 31 Zählern. Damit gehören die Württemberger zu den formschwächsten Mannschaften der Regionalliga Südwest, nur der FK Pirmasens holte weniger Punkte. Als schlechteste Defensive mit 51 Gegentoren geht es nun für VfR-Trainer Christian Demirtas und seine Mannen am kommenden Samstag gegen den Abstiegskonkurrenten aus Frankfurt. Diesen gelang nicht nur unter der Woche der Halbfinaleinzug im Hessenpokal (2:0 gegen KSV Hessen Kassel), sondern auch ein 2:0-Erfolg gegen die TSG Balingen am vergangenen Wochenende. Mit 30 Punkten bei einem Spiel mehr siedelt sich der FSV zwei Plätze hinter den Aalenern an. Das Hinspiel endete mit 1:0 zugunsten der Gästemannschaft.

 

TSG Balingen reist ins Saarland zum FC 08 Homburg

Die erste Niederlage nach zwei Siegen in Folge musste die TSG Balingen durch die 0:2-Heimpleite gegen den FSV Frankfurt am vergangenen Spieltag hinnehmen. Nach 27 gespielten Partien steht die TSG mit 37 Punkten auf der Habenseite auf Rang neun des Tableaus. Mit neun Punkten mehr auf dem Konto bei einem Spiel mehr belegt der kommende Kontrahent aus Homburg den sechsten Tabellenplatz. Mit drei Siegen und einem Unentschieden am vergangenen Spieltag in Bahlingen (0:0) ist nicht nur der FCH gut in Form, sondern auch Angreifer Markus Mendler, der sich mit 17 erzielten Treffern den ersten Rang der Torschützenliste gemeinsam mit „Hoffe Zwo“-Spieler Nick Proschwitz teilt. Bei einem Blick auf die vergangenen fünf direkten Duelle deutet sich ein enger Schlagabtausch an: In den letzten beiden Aufeinandertreffen hatten die Gäste die Nase vorne; davor zwei Siege zugunsten der Saarländer und ein Unentschieden. Nicht mitwirken dürfen TSG-Akteur Kaan Akkaya aufgrund einer Gelbsperre, sowie FCH-Spieler Seonghoon Cheon, welcher noch ein Spiel seiner Rotsperre absitzen muss.

 

Offenbacher Kickers wollen mit Sieg gegen Pirmasens nachlegen   

Der Aufstiegsaspirant aus Offenbach scheint in Fahrt gekommen zu sein. Aus den letzten drei Partien konnte die Heimmannschaft die volle Punktzahl verbuchen und unter der Woche in der Verlängerung das Ticket für das Halbfinale im Hessenpokal einlösen (3:1 n.V. gegen Hessenligist FSV Fernwald). Mit nun 54 gesammelten Zählern findet sich der OFC auf Platz drei der Tabelle wieder und hat somit lediglich drei Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz. Somit lebt der Traum vom Aufstieg weiter, aber dafür muss der Traditionsklub gegen die abstiegsbedrohten Pirmasenser punkten. Das formschwächste Team der Regionalliga Südwest steht auf dem vorletzten Platz des Tableaus mit insgesamt 24 Zählern. Die „Klub“ konnte im Jahr 2022 nichts Zählbares holen und blieb somit auch letzten Spieltag beim 0:3 gegen die SV Elversberg punktlos. Nun kann der FKP auch in der nächsten Begegnung nicht aus dem vollen Kontingent schöpfen: Fehlen werden sowohl Daniel Bohl und Dennis Krob (beide Rotsperre), als auch David Becker (Gelbsperre).

Hier das Interview mit Sebastian Zieleniecki vom OFC:

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