Kickers Offenbach attackieren Sascha Döther und den FC Bayern Alzenau

22.06.2020, xpsx, Fussball Regionalliga Suedwest, Kickers Offenbach Trainingsauftakt v.l. Praesident Joachim Wagner (Offenbacher Kickers) (DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO) Foto: Jan Huebner/Scheiber emspor

Die Kickers Offenbach, oder besser gesagt deren Präsident Joachim Wagner, veröffentlichten am gestrigen Sonntag einen, an Sascha Döther gerichteten, Offenen Brief. Hier wird deutlich das Verhalten des Regionalligisten Bayern Alzenau in der aktuellen Problematik kritisiert. Auch der Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR selbst wird hierin attackiert.

„Sehr geehrter Herr Döther,

mit Verwunderung haben wir Ihre gestrige Nachricht (31.10. um 12:48) bezüglich der Absetzung des kommenden 13. Spieltages zur Kenntnis genommen.

Diese Absetzung ist unseres Erachtens völlig verfrüht und bringt mal wieder mehr Verunsicherung als Sicherheit.

Sie hatten zuvor angekündigt, dass es eine grundsätzliche finale Entscheidung über die Fortsetzung des Spielbetriebes am Samstag, den 31.10.2020 geben soll.

Unsere Erwartung ist es, dass auch an einem Samstag oder auch Sonntag die Verantwortlichen der Regionalliga Südwest alles Erdenkliche tun, um eine so wichtige Entscheidung der zuständigen Ministerien einzuholen, zumal es bereits zwei offizielle Entscheidungen pro Profisport gibt (Hessen und Saarland) und auch aus Rheinland-Pfalz Äußerungen in diese Richtung erfolgt sind.

Was uns völlig fehlt, ist eine klare Positionierung der Regionalliga Südwest, die man auch öffentlich vertritt. Aus keiner öffentlich Verlautbarung ist ersichtlich, für welche Meinung (Profi- oder Amateursport) eigentlich die Regionalliga Südwest selbst steht. Sie geben daher das Feld frei für Meinungsmache aus den Vereinen, wie bereits durch Bayern Alzenau geschehen: https://www.bayern-alzenau.com/index.php/teams/hessenliga/3189-am-sonntag-letztes-spiel-vor-corona-pause

Sie haben aktuell wie auch schon in der Vergangenheit einen “fairen und solidarischen Umgang” eingefordert. Es ist jedoch so, dass ein einziger in Bayern beheimateter Verein weder Mehrheitsentscheidungen akzeptiert, noch sich solidarisch oder fair verhält. Wer das Fußballspielen in der Regionalliga nur als sein privates Hobby betrachtet, sollte sich vom Spielbetrieb abmelden. Wir werden eine negative Beeinflussung eines einzelnen Clubs auf die Gesamtentscheidung Profi- oder Amateursport in jedem Fall nicht akzeptieren.

Wir haben bereits in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass wir auch juristisch kämpfen können und wollen. Denn bei uns steht gerade nicht nur der Euro im Vordergrund, sonst hätten wir bereits im September auf einen Abbruch der Saison hinwirken müssen, sondern wir haben eine Verpflichtung unseren Fans, der Stadt Offenbach, dem kompletten Einzugsgebiet, den Spielern und Beschäftigten und auch der “Solidargemeinschaft” Regionalliga Südwest gegenüber. Wir haben an Wochenenden und auch am späten Abend seit Juli 2020 stets gekämpft, um diese Verpflichtung mit Leben zu füllen, und dies mit vielen faktischen Hürden und teilweise auch notwendigen emotionalen Verwerfungen.

Es gibt keinen Verein in der Regionalliga Südwest, der so stark von Zuschauereinnahmen abhängig ist wie der OFC. Wenn die Restriktionen bei Zuschauerzahlen jemanden treffen, dann uns und nicht Vereine, die über das Thema lamentieren, obwohl sie trotz Corona-Beschränkungen 80% ihrer normalen Zuschauerzahlen erreichen. Wo ist denn hier die Solidarität?

Wir fordern Sie daher auf,

1.) sich klar für den Status Profisport bezüglich der Regionalliga einzusetzen (alles andere wäre eine Bankrotterklärung) und sich auch so öffentlich zu äußern,

2.) alles Erdenklich zu tun, um diese Entscheidung bei den Ministerien kurzfristig einzuholen (Profisport bedeutet auch keine Schließung von Sportanlagen).

3.) Vereine, die potentiell von Einschränkungen betroffen sind, aktiv gegenüber den Behörden zu unterstützen, so dass diese einen normalen Trainings- und Spielbetrieb darstellen können

4.) im Sinne der selbst eingeforderten Solidarität, sich nicht von einem einzigen Club in der Entscheidung beeinflussen zu lassen,

5.) die Absetzung des 13. Spieltages zu überdenken,

6.) bei den zuständigen Landesregierungen für ein Corona-Unterstützungsprogramm (als echten Zuschuss) für entgangene Zuschauereinnahmen zu werben bzw. sich hierfür stark zu machen. Auch in NRW gibt es nunmehr ein solches Programm.

Ja, Entscheidungen fallen einem manchmal schwer und sie tun auch manchmal weh. Aber ohne Entscheidungen gibt man das Ruder des Handelns aus der Hand.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Vielen Dank
Mit sportlichen Grüßen
Joachim Wagner
Präsident“

1 Kommentar

  1. Vollkommen richtig diese Kritik gegen einen Klassenleiter der ständig keine Entscheidungen trifft und sich noch nicht einmal an seine eigenen Aussagen hält.
    Saarland und Hessen hat sich eindeutig , wie auch die RL West positioniert. Ba.- Württemberg müsste , wenn es sich an seine eigenen Statuten hält , ebenfalls trotz 3er Amateurteams die RegioSW als Profiliga werten.
    RH.-Pfalz , die offenbar einen Salto Rückwärts gemacht haben , müssen nun erklären , wie bei Mz05 II Profis aus der 1.Mannschaft bei den „Amateuren“ spielen können und Bay.Alzenau spielen nächste Saison in der Bayernliga ,wo sie hingehören und dann haben sie jetzt Pause , wie sie es haben wollen. Eigentlich alles einfach zu regeln , wenn man Arsch in der Hose oder zumindest Rückenmark hätte . Dies hat Sascha Doether offensichtlich nicht , weshalb er sofort zurück treten sollte , um Fähigeren die Leitung zu überlassen. Aber selbst dafür reicht es bei ihm nicht.

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