Regionalliga Südwest: Der 24. Spieltag

20.02.2021, xwirx, Fussball Regionalliga Suedwest, SV Elversberg - VfB Stuttgart U23 emspor, v.l. Kevin Koffi (SV Elversberg) celebrate the goal, Der Torjubel zum 2:0 (DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO)

SC Freiburg II löst Steinbach von der Tabellenspitze ab

Die Regionalliga Südwest hat einen neuen Tabellenführer. Am 24. Spieltag musste der bisherige Spitzenreiter TSV Steinbach Haiger den ersten Platz räumen, weil die Hessen im Gastspiel bei der U 23 des FSV Mainz 05 nicht über ein 1:1 (1:0) hinauskam.

Mainz II trifft gegen Steinbach mit dem Schlusspfiff

In der 96. Minute kassiert Fußball-Regionalligist TSV Steinbach Haiger noch den 1:1-Ausgleich beim 1. FSV Mainz 05 II. Sören Eismann hatte die Gäste im 14. Auswärtsspiel der Saison in Führung gebracht. Paul Nebel verwandelte jedoch den Strafstoß zum Ausgleich.
Die erste Hälfte
Die Partie am Bruchweg begann eher schleppend. In der 13. Minute schoss Christian März beim ersten Torabschluss zu hoch. Auf der Gegenseite versuchte es Suliman Mustapha wenig später zu ungefährlich. Nachdem ein Versuch von Kevin Lahn noch zur Ecke abgefälscht wurde, war es der vierte Abschluss in der 26. Minute, der den ersten Treffer des Tages brachte. Sören Eismann traf nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Gastgeber für den TSV Steinbach Haiger zum 1:0. Direkt nach Wiederanstoß brannte es lichterloh vor dem Gehäuse von TSV-Schlussmann Raphael Koczor.  Der Ball fand jedoch nicht den Weg ins Tor. Zehn Minuten vor der Pause verpasste Sascha Marquet eine scharfe Flanke von Serhat Ilhan denkbar knapp. Nachdem dann auch noch Koczor gegen Suliman Mustapha klären konnte, ging es mit einer knappen Führung der Alipour-Elf in die Pause.
Die zweite Hälfte
Nach dem Seitenwechsel war der TSV direkt voll zur Stelle. Zuerst wurden zwei Abschlüsse abgeblockt und dann prallte eine Flanke von Sascha Marquet an den Außenpfosten. Mainz wehrte sich und so kam Torjäger Simon Brandstetter zu einer Gelegenheit, die aber über das Tor strich. Bis in die Nachspielzeit hinein war das der letzte Torabschluss der Nullfünfer. Auch die nächste Chance in den ersten zehn Minuten nach der Pause war sehenswert, doch ein Kopfball von Sören Eismann strich über das Tor. Nachdem Kevin Lahn in der 59. Minute aus 23 Metern ebenfalls zu hoch geschossen hatte, blieb die knappe, aber zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung der Mittelhessen weiterhin bestehen. Zwölf Minuten vor Schluss geriet erneut Lahn in Rücklage, sonst wäre die Entscheidung möglich gewesen. Da aber der TSV Steinbach Haiger mit der Zeit immer tiefer verteidigte und bei Kontern den Deckel nicht auf das Spiel machen konnte, glaubten die Mainzer auch in der Schlussphase noch an einen Punktgewinn. Obwohl sich die 05er keine wirklich Chance erarbeiteten, spielte sich der Großteil der Aktionen in der Steinbacher Hälfte ab. Nachdem ein Torschuss von Manuel Hoffmann in der Schlussminute der regulären Spielzeit abgeblockt wurde, zeigte der Schiedsrichter fünf Minuten Nachspielzeit an. Sekunden vor Ablauf der Nachspielzeit entschied Schiedsrichter Timo Lämmle dann nach einem versuchten Befreiungsschlag der Gäste auf Strafstoß. Eine diskussionswürdige Entscheidung. Sehr zum Unmut des TSV Steinbach Haiger nutzte Paul Nebel diese Vorlage zum 1:1-Ausgleich. Die Partie wurde anschließend nicht mehr angepfiffen.

Freiburg II gewinnt in Aalen

Einen Dreier landete dagegen der neue Ligaprimus der Südwest-Staffel, die U 23 des SC Freiburg. Beim früheren Zweitligisten VfR Aalen setzten sich die Breisgauer 3:1 (2:0) durch. Bereits in der ersten Halbzeit hatten Noah Weißhaupt (24.) und Nishan Burkart (27.) die Weichen auf Sieg gestellt. Im zweiten Durchgang baute Guillaume Furrer (56.) den Vorsprung aus. Den Anschlusstreffer für die Aalener markierte Steffen Kienle (69.). Mit jetzt 44 Zählern weisen die Freiburger jetzt einen Punkt Vorsprung auf den TSV Steinbach Haiger auf. Außerdem hat die Mannschaft von Trainer Christian Preußer noch eine Nachholpartie in der Hinterhand.

Offenbach klettert auf Platz 3

Die Kickers besiegten am Samstag die Mannschaft des FK Pirmasens mit 1:0 und setzten ihre Serie ungeschlagener Spiele unter dem neuen Coach Sreto Ristic fort. 

Dieser vertraute der siegreichen Elf der Vorwoche und ließ mit unveränderter Startaufstellung auflaufen. In das Aufgebot zurück kehrten Fritscher und Garic für Lemmer und Calabrese. Bei frühlingshaften Temperaturen und schwierigen Bodenbedingungen begannen beide Teams engagiert, der OFC setzte bereits nach zwei Minuten durch Vetter ein erstes Ausrufezeichen – sein Schuss verfehlte das Tor der Gäste nur knapp. 

Der OFC danach mit einem schnellen Angriff über den linken Flügel, Marcos scharfe Hereingabe auf Zuspiel von Tuma konnte die Gästeabwehr klären. Kurz darauf war es wiederum Tuma, der reaktionsschnell per Kopf auf den im Strafraum lauernden Firat weiterleitete und dieser direkt zur 1:0 Führung für den OFC abschloss (17.). Die Kickers in der ersten Halbzeit mit den besseren Chancen, Pirmasens kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Konter durch Cessa. Kickerskapitän Flauder im OFC-Tor parierte den Flachschuss aber souverän.

Nach dem Wechsel die Gäste nun mutiger im Spiel nach vorn, beide Mannschaften schenkten sich nichts. OFC-Trainer Ristic brachte nach 70 Minuten Sobotta für Tuma, der für frischen Wind in der Offensive sorgte. Die Kickers nun wieder mit den besseren Chancen, der erlösende zweite Treffer sollte aber nicht fallen. In der 84. Spielminute dann gelb-rot für den in Halbzeit eins bereits verwarnten Laprevotte nach einem Foulspiel. Die Gäste warfen nun noch mal alles nach vorne, der OFC überstand aber die verbleibenden Minuten und brachte die Führung über die Zeit. Die Kickers gewannen am Ende knapp, aber verdient mit 1:0 und bleiben im Kampf um die Ligaspitze im Rennen. 

Der OFC ist am kommenden Samstag, den 27.02.2021 bei der TSG Hoffenheim II zu Gast, Spielbeginn ist um 14:00 Uhr.

Koffi trifft per Fallrückzieher gegen Stuttgart

Einen besonders sehenswerten Treffer steuerte Kevin Koffi (52.) zum 4:0 (1:0)-Heimsieg der SV 07 Elversberg gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart bei. Der 34 Jahre alte Angreifer von der Elfenbeinküste traf akrobatisch per Fallrückzieher zum zwischenzeitlichen 2:0. Außerdem waren Luca Dürholtz (37.), Jose-Enrique Rios Alonso (60., Eigentor) und Sinan Tekerci (63.) für die weiteren Treffer der SVE verantwortlich. In der Tabelle halten die viertplatzierten Saarländer nach ihrem zehnten Saisonsieg Anschluss an das Spitzentrio. Der Rückstand auf Platz eins beträgt fünf Punkte. Für den Aufsteiger aus Stuttgart endete die Serie von fünf Begegnungen ohne Niederlage (drei Siege, zwei Unentschieden).

Beiers Dreierpack reicht für Hopffenheim II nicht zum Sieg

Neben Koffi bewarb sich auch Joel Gerezgiher (67.) von der SG Sonnenhof Großaspach um den sehenswertesten Treffer des Spieltages. Beim 3:3 (0:1) gegen die U 23 der TSG Hoffenheim fasste sich der SGS-Mittelfeldspieler ein Herz und traf aus rund 30 Metern zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung genau in den Winkel. Die weiteren Tore der Gastgeber markierten Marvin Cuni (54.) und Jan Ferdinand (87.). Für die TSG trug sich Maximilian Beier (34./76./85) gleich dreimal in die Torschützenliste ein.

2:0! Bahlingen gewinnt gegen Balingen

Mit einem 2:0 (2:0)-Heimerfolg setzte sich der Bahlinger SC gegen den Fast-Namensvetter TSG Balingen durch und rückte auf Rang acht vor. Die Tore für die Hausherren steuerten Tim Probst (9.) und Santiago Fischer (30.) mit seinem 14. Saisontreffer bei. Damit ließ der BSC seinen Konkurrenten in der Tabelle hinter sich. Bei den Gästen sah Kapitän Matthias Schmitz wegen Foulspiels die Gelb-Rote Karte (87.). Zuvor war er wegen Meckerns verwarnt gewesen.

Walldorf gewinnt in Alzenau

Drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammelte der FC-Astoria Walldorf, der sich beim direkten Konkurrenten FC Bayern Alzenau 2:0 (1:0) durchsetzte. Bereits nach wenigen Minuten brachte Jonas Weik (3.) die Gäste in Führung. Kurz vor Schluss machte Giuseppe Burgio (90.) den Sack mit seinem Treffer zu. Für Walldorf war es der siebte Saisonsieg. Der Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz beträgt nur noch einen Punkt. Bayern Alzenau wartet nach dem missglückten Debüt des neuen Trainers und Ex-Bundesligaprofis Fabian Bäcker (für Artur Lemm) bereits seit sieben Begegnungen auf einen Sieg (drei Unentschieden, vier Niederlagen) und bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Gelungener Einstand für Homburgs Interimstrainer

Einen Einstand nach Maß feierte Joti Stamatopoulos, Interimstrainer beim FC 08 Homburg. Im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten TSV Schott Mainz landete der Nachfolger des freigestellten Matthias Mink mit seiner Mannschaft einen 2:1 (2:1)-Heimsieg. Durch ein Eigentor des Mainzers Max Hinke (5.) war seine Mannschaft in der Anfangsphase in Führung gegangen. Silas Schwarz (38.) glich für die Gäste zwar aus. Allerdings war Marcel Carl (45.+2.) noch vor der Pause erneut für die Homburger zur Stelle. Gleich zwei Spieler des TSV Schott Mainz sahen in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte. Kurz vor Schluss musste Dominik Ahlbach (wiederholtes Foulspiel/88.) vorzeitig den Platz verlassen. Tim Müller sah während des Spiels die Gelbe Karte, wurde dann ausgewechselt und handelte sich wegen einer Unsportlichkeit auf der Bank die Gelb-Rote Karte ein (88.).

Fouley trifft in der Schlussphase

Nach einer verschlafenen ersten und einer guten zweiten Halbzeit holte Rot-Weiß Koblenz in seinem Regionalliga-Heimspiel gegen den FC Gießen ein insgesamt leistungsgerechtes 1:1 (0:1). „Dieser Punkt kann noch goldig und wichtig für uns werden“, sagte Trainer Heiner Backhaus. Der bemängelte zunächst zwar, dass seine Elf den ersten Durchgang verschlafen habe, lobte aber auch die leidenschaftliche Leistung nach Wiederbeginn. „Unser Spiel steht und fällt damit, wie wir die Grundtugenden umsetzen.“

Mehr davon zeigten zunächst die Gäste, die mehr Spielanteile besaßen und in der 24. Minute in Führung gingen. Das 0:1 weckte Erinnerungen an das Hinspiel im Waldstadion. Zwei von drei FC-Toren bereitete Gabriel Weiß damals mit Einwürfen vor. Genauso entstand auch diesmal der Treffer von Andrej Markovic. Den Schuss Tim Korzuscheks blockte die Rot-Weiß-Abwehr, der Nachschuss fand den Weg ins Netz. Die Koblenzer Angriffsaktion ergaben sich erst in den Minuten vor der Pause. Christopher Spang flankte auf Valdrin Mustafa, der jedoch verfehlte. Anschließend parierte Frederic Löhe stark gegen Moritz Göttel.

Die Einheimischen betraten das Feld nach Backhaus‘ Kabinenansprache mit deutlich mehr Elan. Auch die eingewechselten Maximilian Pommer und Benko Sabani trugen dazu bei. Sabani stabilisierte bei seinem ersten Einsatz im Rot-Weiß-Dress direkt das defensive Mittelfeld. Auch der zweite Debütant, der vom 1. FC Saarbrücken ausgeliehene Marius Köhl – er kam nach einer Stunde für Christoper Spang -, fand sich direkt gut zurecht. Koblenz erhöhte den Druck und drängte auf den Ausgleich. Bei Sabanis Abschluss knapp neben das Ziel (60.) und Spangs Kopfball an den Pfosten (63.) haderten die Platzherren genauso wie in zwei, drei Situationen, als sie vehement Hand- beziehungsweise Foulelfmeter forderten. „Wir haben aufgehört, so früh anzugreifen und ließen uns hinten reindrücken“, spürte Gießens Trainer Daniyel Cimen. Wenngleich er das Gefühl hatte, dass sich sein Team etwas lösen konnte, nachdem die Rot-Weiß-Bemühungen zunächst nichts eingebracht hatten. Markovics Lupfer klärte Nino Miotke dicht vor der eigenen Torlinie (67.). Der Verteidiger bewahrte sein Team vor der Entscheidung und befand sich auch in der Entstehung des Ausgleichs mitten im Geschehen. Arthur Ekallé beförderte einen Einwurf in den Gießener Strafraum, über Miotke kam der Ball zu Kapitän Quentin Fouley, und der hämmerte die Kugel unhaltbar für Löhe zum 1:1-Endstand unter die Latte (84.).

Hessen Kassel gewinnt hessisches Aufsteigerduell

Liganeuling KSV Hessen Kassel hat sich im Kampf um den Klassenverbleib in der Regionalliga Südwest ein wenig Luft verschafft. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Profi Tobias Damm setzte sich am 24. Spieltag gegen Schlusslicht und Mitaufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf 3:1 (1:0) durch und vergrößerte damit den Abstand zur Gefahrenzone auf drei Punkte. Marco Dawid (12.), Mahir Saglik (48.) und Lukas Iksal (61.) trugen sich für die Gastgeber in die Torschützenliste ein. Die Gäste aus Stadtallendorf waren nach einer Roten Karte für Mirco Geisler wegen groben Foulspiels (25.) schon früh in Unterzahl. Der Treffer der Eintracht ging auf das Konto des eingewechselten Leon Lindenthal (87.). Stadtallendorf ist nach einem Sieg aus 23 Partien bereits 17 Zähler vom rettenden 16. Rang entfernt.

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