FC 08 Homburg beendet Koblenzer Serie

Die kleine Serie von drei Partien in Folge ohne Niederlage endete für Rot-Weiß Koblenz am Samstagnachmittag im Saarland. Die Gäste unterlagen beim FC Homburg mit 1:2 (1:2). „Es war eine unglückliche Niederlage. Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Wir haben, was die körperliche Präsenz und die Intensität angeht, am Limit gespielt. Das hat Homburg zugesetzt, und mit zunehmender Spieldauer wurden wir immer präsenter. Wenn man das Hinspiel mit der heutigen Partie vergleicht, sieht man bei uns eine deutliche Entwicklung, mit der wir zufrieden sein können. Aber Fußball ist ein Tagesgeschäft, und in dem hätten wir gerne etwas Zählbares mitgenommen. Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen“, resümierte Rot-Weiß-Trainer Heiner Backhaus.

Dieser nahm in der Anfangself gegenüber dem Heimsieg gegen Kassel vor einer Woche zwei Veränderungen vor. Nino Miotke rückte für Christopher Spang in die Innenverteidigung und zwischen den Pfosten absolvierte Mario Seidel sein erstes Pflichtspiel für die Koblenzer, weil die etatmäßige Nummer eins, Baboucarr Gayé, mit der gambischen Nationalmannschaft unterwegs ist. Auch der FCH spielte mit seinem Ersatztorhüter. Mark Redl vertrat den gesperrten David Salfeld. Redl geriet schon in der sechsten Minute in den Mittelpunkt. Er ließ einen Freistoß von Quentin Fouley abprallen. Davon profitierte Moritz Göttel, der sein Team in Führung brachte. Sollte das Rot-Weiß-Märchen eine Fortsetzung finden? Der Blitzstart passte schon einmal, aber der Vorsprung hatte nicht lange Bestand. In einer sehr zerfahrenen Partie mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten und unzähligen Freistößen schlugen die Einheimischen, die viel über die rechte Seite probierten, schnell zurück. Luca Plattenhardts Flanke verwandelte Marco Hingerl zum 1:1 (13.). Homburg tat nach 20 Minuten mehr fürs Spiel, hatte Ballbesitzvorteile, aber Möglichkeiten entstanden aufgrund der spielerischen Schwierigkeiten fast nur nach Standardsituationen. Thomas Gösweiners Kopfball nach einem Eckstoß (28.) und Julius Schells am Ziel vorbeigesetzter Versuch nach einem Freistoß von Quentin Fouley (44.) sind genauso zu nennen wie das Homburger 2:1. Patrick Lienhard brachte einen ruhenden Ball von der linken Seite ins Getümmel, die Kugel landete vor den Füßen von Gösweiner und die FCH-Sturmspitze ließ Seidel keine Abwehrchance (38.).

Rot-Weiß kam nach der Pause aktiver und offensiver aufs Spielfeld zurück – genauso wie im Kassel-Spiel. Anders als beim Sieg über die Nordhessen gelangen in Durchgang zwei diesmal keine Treffer mehr. Zunächst änderte sich nichts an den Ursprüngen der Gelegenheiten. Die größte Gefahr ging unverändert von Standardsituationen aus. Mustafa köpfte drüber (47.), Daniel di Gregorio vorbei (53.) und Gösweiners Kopfball lenkte Seidel über die Latte (54.) – alles nach Eckstößen. Eine Szene blieb der Elf vom Rhein im Rückblick besonders in Erinnerung. Valdrim Mustafa lief im Alleingang auf Redl zu, aber diesmal fehlte dem Koblenzer Top-Torschützen die ihm eigene Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten. Mustafa scheiterte an Redl, der seinen Fehler aus der Anfangsphase wieder gutmachte (71.). „Wenn hier das Tor fällt, fahren wir mit mindestens einem Punkt nach Hause“, kommentierte Backhaus später.
Die Elf von Trainer Heiner Backhaus machte Dampf und blieb im Spiel, weil Julius Schell einen Schuss von Loris Weiss abblockte (74.) und Seidel mit seiner Parade gegen den gleichen Spieler das 3:1 verhinderte (78.). Mit allem, was viel Körpergröße aufbieten kann, rückte Rot-Weiß in der Endphase in die Spitze. Bei drei Eckbällen in der Nachspielzeit suchte auch Seidel den Weg in den Homburger Strafraum, aber bei allen reingeschlagenen Bällen behielten die Saarländer die Lufthoheit und die drei Punkte.

Homburg: Redl – Plattenhardt (83. Reuss), Maier, di Gregorio, Scholz – Lienhard – Weiss, Hingerl, Dulleck (88. Sachanenko), Carl (79. Schuck) – Gösweiner.
Koblenz: Seidel – Ekallé (85. Spang), Schell, Miotke, Stojanovic – Pommer (57. Köhl), Sabani (85. Weidenbach), Fouley – Sagat, Göttel, Mustafa.
Schiedsrichter: Gaetano Falcicchio (Konstanz).
Zuschauer: keine zugelassen.
Tore: 0:1 Moritz Göttel (6.), 1:1 Marco Hingerl (13.), 2:1 Thomas Gösweiner (38.).

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