Verlegung abgelehnt: VfR Aalen soll in Mainz antreten, Wolf drohte mit Rücktritt

22.10.2021, xpsx, Fussball Regionalliga Suedwest, Kickers Offenbach - VfR Aalen v.l. Trainer Uwe Wolf (VfR Aalen) (DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO) emspor

Wie die Schwäbische Post mitteilt, wird die Regionalliga Südwest das am Sonntag anstehende Spiel TSV Schott Mainz – VfR Aalen, trotz der erheblichen Corona-Lage bei den Schwaben, nicht verlegt. Die Vereinsführung beschließt dadurch nicht anzutreten. Zuvor drohte Trainer Uwe Wolf mit Rücktritt, sollte der VfR der Austragung zustimmen.

Der VfR Aalen wird am Sonntag nicht in Mainz antreten. Dies gab gestern Abend der Geschäftsführer Giuseppe Lepore bekannt. Davor wurde eine Verlegung seitens der Regionalliga Südwest abgelehnt. Uwe Wolf machte diese Entscheidung ziemlich sauer und will nun, sollte die Partie dennoch angepfiffen werden, von seinem Traineramt zurücktreten.

Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf und ich haben entschieden, dass unser Team am Sonntag bei Schott Mainz nicht antreten werden. Wir haben das der Regionalliga Südwest mitgeteilt, diese muss nun entscheiden, wie das Spiel gewertet wird.“ Dies gab Lepore am gestrigen Freitagabend an die Öffentlichkeit bekannt. Diese Nachricht sorgte auf beim Cheftrainer für Erleichterung: „Endlich zeigt der Verein klare Kante. Es wäre verantwortungslos gewesen, dort zu spielen.

Der VfR Aalen hat, stand Jetzt, nur sieben (!) einsatzfähige Feldspieler aus dem aktuellen Kader zur Verfügung. Von denen seien nur fünf fit gewesen.

Doch warum wurde der Antrag abgelehnt?

Laut Paragraf 14 der Spielordnung hätte der VfR Aalen nicht genügend Corona-Fälle, um das Spiel abzusagen. Leider werden die Corona-Fälle beim VfR auch nicht weniger: Die letzten Tests von Steffen Kienle und Ali Odabas waren positiv. Doch das sei laut Verband kein Grund für eine Absage, denn Kienle und Odabas waren „nur“ Corona-Fall 9 und 10. Aalen hat insgesamt 26 Spieler auf dem Mannschaftsbogen vorzuweisen, für eine Absage/Verlegung bräuchte man jedoch mindestens 11 Fälle. Obwohl sechs andere Spieler verletzungsbedingt nicht antreten können, soll dieser Punkt in den Regularien nicht berücksichtigt werden, gab Lepore bekannt. Er stellt auch klar: „Wir haben alles versucht, dass das Spiel abgesagt wird. Aber die Entscheidung kommt nicht überraschend.

Trainer Uwe Wolf war ziemlich sauer auf den Verband, der die Partie nicht verlegt, und auf seine Vereinsverantwortlichen: „Ich fahre definitiv nicht mit nach Mainz! Wenn da was passiert, mache ich mich strafbar.“ Mit der Aussage bezog er sich auf den Einsatz von Eduard Heckmann. Der erst 19-jährige wurde am Donnerstag aus der Quarantäne entlassen und sollte nun direkt Leistungssport betreiben: „Das ist unverantwortlich, diesen Jungen mit nur einem Training spielen zu lassen„, so Wolf. Was dem Cheftrainer weiterhin zur Weißglut getrieben hat, dass nach der Verabschiedung von Achim Hängele keiner mehr berechtigt sei, Antigen-Tets durchzuführen: „Ich bin aber der Meinung, dass wir in unserer Situation täglich testen sollten. Aber das darf ich hier nicht mehr. Und das akzeptiere ich nicht.

Der Coach erklärte am gestrigen Abend der Schwäbischen Post, dass er künftig auf sein Amt verzichten wolle, würde der VfR Aalen am Sonntag in Mainz gastieren: „Das wäre mein Abschied gewesen.

Wir bleiben weiterhin gespannt, wie diese Situation am Ende ausgehen wird.

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